Zu den Provokationen der ProNRW-Extremisten und den gewaltsamen Auseinandersetzungen in den letzten Tagen

Es fing erst mit Koranverteilung an. Ein gefundenes Fressen für Manche mit islamfeindlicher Gesinnung, um sich ausgiebig über  unser  Heiliges Buch, den Koran auszulassen. Der große Buchverlag in Ulm musste sich dem Druck hinter den Kulissen beugen und stornierte den Druckauftrag für den Koran, als wäre es bereits schon ein verbotenes Buch. 

Kaum hatte sich die Aufregung um die Koranverteilung gelegt, kamen die rechtsextremistischen Provokateure der Pro NRW auf den Plan. Das Spiel  fing von vorne an. Dieses Mal aber mit zwei Akteuren die um die Schlagzeilen kämpfen.  Die Gewalttaten einer fanatisierten Randgruppe waren das Wasser auf die Mühlen der Nazis. Sie hatten erreicht was sie wollten: in den Medien wurde nur noch berichtet von aggressiven, gewalttätigen Salafisten/Muslimen. Die Provokationen vor den Moscheen, Beleidigung von Muslimen und des Propheten gehen weiter. Volksverhetzung und Störung des öffentlichen Friedens wird unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung toleriert

Die Gesellschaft und die Medien dürfen die vorsätzlichen Provokationen, Beleidigungen und Angriffe auf Muslime und andere Minderheiten nicht als freie Meinungsäußerung verharmlosen oder sogar verteidigen. Durch gemeinsame Anstrengung aller politischen und gesellschaftlichen Institutionen und Personen müssen wir diesen Provokationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen entschieden entgegenwirken.

Wir dürfen weder rechts- und  linksradikalen noch dem religiös begründeten Extremismus und Fanatismus Raum lassen oder die offene und latente Islamfeindlichkeit tolerieren, oder sogar fördern.

Andererseits dürfen Medien und Öffentlichkeit diesen Randgruppen nicht mehr Aufmerksamkeit schenken als sie es verdienen. Wachsam bleiben ja, aber sich instrumentalisieren lassen: nein!

Wir verurteilen jegliche Form der Gewalt auf das schärfste und fordern die Muslime auf, gegen Provokationen von innen und außen wachsam zu sein und nicht in die Falle der Provokateure zu tappen. Wir müssen Ruhe aufbewahren uns nicht zu gewaltsamen Auseinandersetzungen hineinziehen lassen. Gewalt ist und kann kein Mittel für Problemlösung sein. Rechtsstaatlichkeit muss gewahrt bleiben.

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