Stellungnahme der IGBW zu dem Terroranschlag in Paris

Wie der Anschlag vor paar Wochen in Pakistan auf eine Militärschule mit über 100 toten Kindern oder der Selbstmordanschlag in Istanbul auf eine Polizeistation mit zwei Toten, sowie viele weitere Anschläge im nahen Osten und Afrika zeigen, richtet sich der Terror nicht nur gegen Andersgläubigen und Werte in Europa, sondern auch gegen Muslime und den Grundprinzipien des Islam. Welche Motive die Terroristen für ihre Gewalttaten auch aussuchen mögen, gibt es keine und keinesfalls religiös begründete Rechtfertigung für das Töten von unschuldigen und wehrlosen Menschen. Wir müssen das besonders hervorheben, weil die Mörder sich leider immer wieder auf den Islam beziehen. Und dadurch fügen sie dem Islam und den Muslimen den größten Schaden zu. Den Terroristen geht es allein darum, weltweit den gesellschaftlichen Frieden, das harmonische Miteinander der Religionen und Kulturen zu torpedieren. Insofern stehen wir alle gemeinsam vor der Herausforderung nicht in diese Falle zu laufen und unsere Gesellschaft auseinander dividieren zu lassen.

Wir müssen auch wachsam sein denjenigen gegenüber, die solche Feigen Anschläge für Ihre anti-islamischen und anti-muslimischen Ressentiments ausnutzen wollen. Unsere Antwort sollte mehr Dialog, mehr Solidarität miteinander und mehr gemeinsamen Initiativen gegenüber Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art sein.

Mehrere Zuschriften, vor allem von den Kirchen, die seit dem Anschlag in Paris bei uns zugegangen sind, machen uns Mut, dass unser Dialog und friedvolles Miteinander noch intensiver weitergeht.

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